Jahrespressemitteilung 2017

Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG mit gutem Ergebnis

Die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln Heiko Ernst (links) und Kai Schubert freuen sich trotz Ausnahmejahr über ein gutes Ergebnis.
Die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln Heiko Ernst (links) und Kai Schubert freuen sich trotz Ausnahmejahr über ein gutes Ergebnis.

Trittau. Das Jahr 2017 war ein weiteres Ausnahmejahr als Folge der Finanz- und Staatenkrise 2008/2009. Die Europäische Zentralbank hat ihre Zinspolitik der Negativzinsen konsequent fortgeführt und beeinflusst damit ganz wesentlich die Geschäftsentwicklung der Banken und deren Ergebnisse. Durch den größer werdenden Ertragsdruck bei allen Banken, nehmen die Margen im Wettbewerb weiter ab und der Risikoappetit weiter zu.

Befragt zu den Erfolgsfaktoren des Hauses muss Vorstandsmitglied Herr Kai Schubert nicht lange überlegen: „Unser auf Stabilität und Nachhaltigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell wird von der Kundschaft geschätzt und honoriert. Wir sind sehr eng mit der Region verbunden und stehen zu unserer Verantwortung für die hier lebenden und arbeitenden Menschen.“ Im traditionellen Jahrespressegespräch im Trittauer Verwaltungssitz blickte Schubert gemeinsam mit seinem Kollegen Heiko Ernst, auf das Jahr 2017 zurück.

 

Ergebnis- und Bilanzentwicklung

„Unsere Bank konnte sich gut behaupten und ein Betriebsergebnis erzielen, das etwa in Höhe des Vorjahresergebnisses liegt. Aus diesem Ergebnis ist eine gute Eigenkapitaldotierung möglich.“ Für die rund 16.000 Mitglieder hatte das Vorstandsduo deshalb gute Nachrichten parat: „Unser Betriebsergebnis ermöglichen es uns eine attraktive Dividende in Vorjahreshöhe auszuschütten.“ Und in der Tat: Sämtliche 2017er-Zahlen der Bank können sich sehen lassen. Was Schubert und seinen Vorstandskollege besonders freut: Bei den Kundeneinlagen konnte die Bank zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 fast 490 Millionen Euro verzeichnen. Die Bilanzsumme übertraf erstmalig das Volumen von 700 Millionen Euro (717 Mio. €).

„Wir haben den erwarteten Rückgang unseres Zinsergebnisses teilweise ausgleichen können. Die Erträge im Provisionsgeschäft sind stabil und konnten ausgebaut werden. Durch diesen Effekt können Teile des Zinsrückganges aufgefangen werden.“ so Vorstandsmitglied Heiko Ernst. Da noch kein Ende der Negativzinsentwicklung abzusehen ist, wird es in den kommenden Jahren schwerfallen, in vollem Umfang die rückläufigen Zinsergebnisse zu kompensieren. „Insgesamt sind wir mit der geschäftlichen Entwicklung der Bank zufrieden. Das Ergebnis des Jahres 2017 wird es uns ermöglichen, das Eigenkapital nachhaltig aufstocken zu können.“ ergänzt Ernst.

Getreu ihrem Motto „Wir sammeln die Gelder in der Region ein, um sie auch wieder in der Region auszuleihen“ finanzierte die Bank mit diesem Geld Immobilienkäufer und Häuslebauer in der Region sowie heimische Mittelständler. „Wir hatten 2017 ein Neugeschäft bei den Krediten von über 130 Millionen Euro“, sagte Schubert. Alles in allem belief sich das Kreditgeschäft in der Bilanz auf knapp 400 Millionen Euro.

Um 1,8 Prozent auf über 690 Millionen Euro erhöhte sich das gesamte Kreditvolumen, das auch die mit den Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelten Darlehen beinhaltet. Historisch „günstige“ Zinsen und die Möglichkeit der langen Zinsbindung von bis zu 30 Jahren führten zu einem sehr erfolgreichen Jahr bei der Immobilienfinanzierung.

 

Wechsel des Bankanwendungsverfahrens

Die Umstellung des Bankanwendungsverfahrens im Oktober 2017 stellte eines der größten Ereignisse in der Bankgeschichte dar. Die Mitarbeiter und die Bankinfrastruktur mussten umfassend und über 10 Monate auf das neue System vorbereitet werden. Von kleinen technischen Problemen abgesehen, war die Umstellung auf das neue Verfahren sehr erfolgreich. „Natürlich erfordert die Gewöhnung an Neues etwas Zeit. Wir bitten um Verständnis unserer Kunden und Mitglieder. Nach wie vor kämpfen wir um einen reibungslosen Tagesablauf.“ bittet Vorstandsmitglied Heiko Ernst.

 

Personalien

Eine weitere bedeutende Veränderung ergab sich zum Jahresende in der Vorstandszusammensetzung der Bank. Herr Carsten-Peter Feddersen schied nach mehr als 24 Jahren aus dem Vorstand aus und tritt in den Vorruhestand ein. In dieser Zeit hat Herr Feddersen für große Kontinuität und Stabilität der Bank gesorgt. In seiner Zeit als Vorstandsmitglied konnten insgesamt drei Fusionen vollzogen werden und die Bank als moderne und ertragsstarke Bank in unserer Region positioniert werden.

Der Nachfolger für Herrn Feddersen ist bereits seit dem 1. Juli 2017 in der Bank tätig. Herr Heiko Ernst verfügt über langjährige Vorstandserfahrung in niedersächsischen Genossenschaftsbanken und hat sich hervorragend in das Vorstandsteam eingearbeitet. Die Übergangsfrist von sechs Monaten gab Herrn Feddersen und Herrn Ernst die gute Möglichkeit, die Aufgaben in Ruhe und der gewohnten Beständigkeit zu übergeben.

Besonderen Wert legt die Genossenschaftsbank auch auf die Ausbildung: Aktuell lernen 11 junge Menschen in der Bank. „Als besonderes Ausbildungsangebot bieten wir regelmäßige Schulungen und Ausflüge in die Welt der Finanzen“, sagte Ernst. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zukunft.

 

Rund 52.000 Euro für regionale Projekte

Im Rahmen der Mitgliederaktion „Mehr bewegen - Bestimmen Sie mit“ unterstützte die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 70 Vereine und soziale Projekte in ihrem Geschäftsgebiet mit rund 52.000 Euro. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen und unseren Mitgliedern Danke sagen, denn nur durch die Bewerbungen können wir Herzensprojekte in der Region mit einer finanziellen Spende unterstützen.“, freuen sich die Vorstandsmitglieder. Das Bewerbungsformular für Spenden gibt es auf der Webseite der Bank unter www.rbsum.de/mitbestimmen.

 

Zukunftsgestaltung

Um sich ständig weiterzuentwickeln, führt die Bank Zukunftsworkshops mit Vertretern und Mitarbeitern sowie einen Strategieworkshop durch. Anfang 2018 soll ein Zeitplan zur Umsetzung der drängenden Themen erstellt werden. Die Ausrichtung erfolgt ausschließlich aus Kundensicht. Themen wie Digitalisierung und Kundenorientierung haben die höchste Bedeutung. „Weiterhin möchten wir unseren Marktanteil im Firmen- und Privatkreditgeschäft durch qualitatives Wachstum moderat ausweiten. Bei den Kundeneinlagen werden wir das große Vertrauen, das uns in der Finanz- und Staatenkrise entgegengebracht wird, auch 2018 rechtfertigen.“ so abschließend Schubert.